Westküstenkliniken treten der Sozialen Allianz bei

Zum Start der zweiten Jahreshälfte wächst die Soziale Allianz erneut: Als unser 23. Mitglied begrüßen wir die Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide gGmbH (WKK).

Tobias Hasberg arbeitet in der Patientenverwaltung. Gemeinsam mit seinem Kollegen Christoph Rohwedder kümmert er sich um die Archivierung der Dokumente, die trotz der umfangreichen Digitalisierung der Westküstenkliniken immer noch in Papierform anfallen. Schon seit Januar 2015 arbeitet Tobias Hasberg in Heide.

Christoph Rohwedder hat im Mai 2016 begonnen. Beide kamen zunächst über die Stiftung Mensch für ein Praktikum ins WKK und übernahmen dann auf einem so genannten ausgelagerten Arbeitsplatz ihre Aufgaben. Zunächst noch als Mitarbeiter der Stiftung Mensch. Seit dem 1. Juli 2019 gehören beide nun offiziell zur 2500 Mitarbeiter zählenden WKK-Familie und haben damit ihren Weg auf den ersten Arbeitsmarkt gefunden.

Genau solche Karrieren wie die von Tobias Hasberg und Christoph Rohwedder will die Soziale Allianz fördern.

„Der Schritt ist logisch und er war überfällig. Denn wie man am Beispiel von Herrn Hasberg und Herrrn Rohwedder sieht, leben wir die Ziele der Sozialen Allianz bereits seit vielen Jahren. Mit unserem Beitritt zu der Initiative wollen wir aber auch nach außen hin sichtbar machen, dass uns das Thema gesellschaftliche Teilhabe am Herzen liegt. Und wer, wenn nicht ein Krankenhaus sollte Menschen mit Behinderungen unterstützen“, sagt WKK-Geschäftsführer Dr. Martin Blümke.

Insgesamt arbeiten in den Westküstenkliniken etwa 100 Mitarbeiter mit einer Behinderung. Weitere vier Mitarbeiter der Stiftung Mensch unterstützen zudem auf so genannten ausgelagerten Arbeitsplätzen das WKK-Team Landrat Stefan Mohrdieck, der sich schon als Brunsbütteler Bürgermeister in der Allianz engagiert, ergänzt: „Die Soziale Allianz leistet einen wichtigen Beitrag bei der Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft. Der Beitritt des größten Arbeitgebers in der Region zu der Allianz ist ein starkes Signal der Wertschätzung für diese Arbeit.“  

Viele wissen es sicherlich: 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag ist man in den Westküstenkliniken Heide und Brunsbüttel für die Patienten da. In den 23 Instituten und Kliniken wird eine hochspezialisierte medizinische Versorgung geboten. Mit 773 Planbetten und mehr als 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind die Westküstenkliniken das drittgrößte Klinikunternehmen in Schleswig-Holstein.

Vattenfall wird Mitglied der Sozialen Allianz

Meldorf, Brunsbüttel 05.06.2019 – Die Soziale Allianz wächst und so konnte heute als 22. Mitglied die Vattenfall GmbH mit dem Standort des Kernkraftwerks Brunsbüttel begrüßt werden.

Markus Willicks, Leiter des Kernkraftwerks Brunsbüttel, freut sich über die Aufnahme: „Für mich persönlich und für Vattenfall ist es ein großes Anliegen, soziale Verantwortung zu übernehmen und dazu beizutragen, Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Und das nicht nur mit Worten, sondern auch mit praktischer Zusammenarbeit. Die ersten Dienstleistungsaufträge für Menschen mit Handicap bei der Stiftung Mensch sind bereits in Auftrag gegeben, weitere werden folgen. Zudem setzt die soziale Allianz ja auf den Austausch, das Netzwerken der Mitglieder, um neue Ideen und Lösungen zu entwickeln, auch davon werden wir profitieren.“ Auch bei Vattenfall seien die Menschen sehr verschieden und die daraus resultierende Vielfalt und Energie sei ein großer Pluspunkt für alle Beschäftigten.

Die Vorständin der Stiftung Mensch, Dorothee Martens-Hunfeld, ergänzt: „Verschieden ist normal, das ist die Botschaft der Sozialen Allianz. Sie macht Spaß, sie ist Chefsache und steckt andere Chefs an, mitzumachen. Die letzten sieben Jahre zeigen, dass sich auch die Unternehmen nach innen positiv weiterentwickeln. Zusätzlich sichern sie gemeinsam mit anderen Firmen die Arbeitsplätze von 700 Menschen mit Behinderungen. Aber nicht nur, denn die Soziale Allianz ist Gemeinwohl und eine Investition im sozialen Miteinander aller. Besser kann es nicht gehen, denn das ist täglich gelebte Inklusion. Herzlich willkommen im Bündnis für nachhaltige Verantwortung.“

Brooklyn Soap: Neues Mitglied der Sozialen Allianz

Zur Verpackungscrew gehört Christine Drews (vorn). Über die Plakette als Partner der Sozialen Allianz freuen sich die Brooklyn-Soap Geschäftsführer Jonas Hillebrecht (li.) und Felix Ermer (r.), mit Gruppenleiter Michael Knöfel, Teamleiter Sören Neuenfeld und Abteilungsleiterin Daniela Thun. Foto: Ralf Pöschus
 

Meldorf, 16.05.2019 - Drei Firmengründer aus Dithmarschen, die mit einer Pflegeserie für Herren große Erfolge feiern: Die Brooklyn Soap Company. Sie beliefern inzwischen große Drogeriemärkte wie dm, Rossmann oder Budnikowsky. Auch der eigenen Online-Shop verzeichnet wachsende Umsätze. Viele Produkte werden fein säuberlich verpackt und versandt von Beschäftigten der Stiftung Mensch in Brunsbüttel. Seit April 2019 ist Brooklyn Soap nun auch Partner der Sozialen Allianz, einem Netzwerk für nachweislich soziales Engagement.

Geschäftsführer Felix Ermer:“Wir arbeiten seit fünf Jahren mit der Stiftung Mensch zusammen und es läuft hervorragend. Wir sind gemeinsam gewachsen und die Absprachen funktionieren perfekt.“ Das kann Sören Neuenfeld, Standortleiter der Stiftung Mensch in Brunsbüttel, nur bestätigen: „Wir optimieren die Prozesse gemeinsam, prüfen, was umzusetzen geht. Es ist immer eine Kooperation auf Augenhöhe.“ Brooklyn Soap sei inzwischen einer der wichtigsten Auftraggeber. Die Naturkosmetik werde in immer wieder wechselnde Kartons und Stoffbeutel verpackt, dass mache den rund 50 Beschäftigten mit Handicap große Freude und fordere sie immer wieder heraus.

Angefangen haben Felix Ermer und sein Schulfreund Viktor Dik mit der Geschäftsidee wirklich in Brooklyn. Sie arbeiteten dort nach dem Studium bei Bertelsmann, ließen sich von den New Yorker Trends beeinflussen und stellten fest, dass Männerkosmetik gefragt war. 2013 starteten sie nach ihrer Rückkehr nach Hamburg mit der Firma Brooklyn Soap und einer Naturseife, verpackt in der eigenen Küche. Als dritter Partner gehört auch Jonas Hillebrecht zu den Gründungsmitgliedern. Der Verkauf lief zunächst schleppend. „Wir sind mit 237 Produkten gestartet und verkaufen heute rund 600000 pro Jahr in insgesamt 3600 Verkaufsstellen in Deutschland und Österreich.“

Beim Versand stieß das Trio schnell an ihre Grenzen: „Wir haben uns als Dithmarscher schnell für die Stiftung Mensch entschieden, als wir uns nach einem Betrieb umschauten, der Verpackung und Versand übernimmt. Ein Drittel unseres Umsatzes machen wir mit Produkten, die hier verpackt werden. Produziert werden die Produkte in Bayern, zur Firma gehören inzwischen sechs Mitarbeiter und ein Werkstudent“, berichtet Hillebrecht.

Daniela Thun, bei der Stiftung Mensch Koordinatorin für die Soziale Allianz, freut sich: „Brooklyn Soap ist ein junges Unternehmen mit nachhaltigen Produkten und einer sinnvollen Arbeit für unsere Menschen mit Handicap. Somit sind nun 21 Mitglieder im Netzwerk vertreten.“

HanseWerk wird Partner der Sozialen Allianz

Meldorf , 05.04.2019 - Soziale Verantwortung aktiv wahrnehmen – darum geht es bei der Sozialen Allianz der Stiftung Mensch. Zu diesem Leitmotto bekennt sich auch der Energiedienstleister HanseWerk und ist nun Mitglied des Bündnisses. HanseWerk-Personalvorstand Dr. Jörn Klimant empfing die Vorständin der Stiftung Mensch, Dorothee Martens-Hunfeld, und Frank Schnabel, Geschäftsführer der Schramm Group, in der HanseWerk-Zentrale in Quickborn.

Mit dem Beitritt schließt sich HanseWerk einem Netzwerk von 19 Unternehmen im Norden an, die sich für die Inklusion von Menschen mit Handicap in die Arbeitswelt und der Gesellschaft engagieren. „HanseWerk ist als Unternehmen eng mit der Region und vor allem mit den Menschen vor Ort verbunden“, so Dr. Jörn Klimant. „Bei uns im Unternehmen unterstützen wir bereits Inklusion am Arbeitsplatz. Wir freuen uns deshalb, als Mitglied der Sozialen Allianz in Zukunft verstärkt zum besseren Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in der Arbeitswelt beitragen zu können.“

Frank Schnabel, langjähriges Mitglied der Sozialen Allianz, begrüßt HanseWerk im Netzwerk für eine inklusive Gesellschaft: „Die Soziale Allianz ist ein Gütesiegel und schafft viel mehr als nur ein gutes Gewissen. Es ist ein Investment, das sich rechnet und lohnt. Wir ermöglichen Menschen mit Handicap die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und sehen uns als Treiber, um das Miteinander in Schleswig-Holstein zu fördern. Die Werte und die Haltung der HanseWerk passen genau zu den Zielen des Bündnisses.“

Für Dorothee Martens-Hunfeld, Vorständin der Stiftung Mensch, steht fest: „Ich freue mich sehr, dass nun auch HanseWerk Mitglied der Sozialen Allianz ist. Arbeitsplätze werden hier neu gedacht und maßgeschneidert auf die jeweiligen Talente und Fähigkeiten angepasst. Das Schöne: Die Soziale Allianz macht Spaß. Sie ist Chefsache und steckt andere Chefs an, mitzumachen.  Die Erfahrungen der letzten sieben Jahre zeigen, dass sich auch die Unternehmen nach innen positiv weiterentwickeln. Besser kann es nicht gehen, denn das ist täglich gelebte Inklusion.“

HanseWerk wird sich unter anderem an inklusiven Projekten der Stiftung beteiligen. Ferner geht es um die Nutzung von Dienstleistungen oder Produkten, die die Arbeitsbereiche der Stiftung anbieten.

„Vor allem geht es uns um die Begegnung von Menschen. So planen wir ein Programm für die Mitarbeit unserer Auszubildenden in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung“, erzählt Egbert Feldhaus, Ausbildungsleiter bei HanseWerk. „Wir möchten unseren Auszubildenden die Möglichkeit geben, den unbefangenen Umgang mit Menschen mit Handicap kennenzulernen und sich sozial zu engagieren.“